Pressemeldungen
Vorbericht Deutsche Meisterschaften 2026
Wattenscheid – Schlag auf Schlag folgen die Höhepunkte der Leichtathletik. Nach den Junioren und der Jugend stehen am Samstag und am Sonntag im Lohrheide-Stadion in Wattenscheid die DLV-Titelkämpfe der Männer und Frauen an. Doch nur wenige nordhessische Athleten sind gemeldet.
Holly Okuku ist die aussichtsreichste Starterin. Die 21-Jährige hat das Talent von Mutter Florence Ekpo-Umoh (Kassel) geerbt, die bei der EM 2002 in München mit dem DLV Gold über 4mal 400 Meter gewann. Im GSV Eintracht Baunatal aufgebaut, sprintete die in Austin/Texas studierende Okuku Ende Mai in Fayetteville/USA die 200 Meter in 22,87 Sekunden und ist mit dieser Zeit Dritter der Meldeliste.
„Wir freuen uns, dass wir mit einer guten Ausgangsposition zur DM fahren“, sagt Trainer Holger Menne. „Bei einer Meisterschaft möchte man immer das beste Rennen der Saison zeigen. Wenn uns das gelingt, wird man sehen, zu was es gereicht hat“. Zudem liebäugelt das Duo mit einer EM-Nominierung zwei Wochen später für Birmingham/Großbritannien.
Weitere Athletinnen aus Nordhessen haben die hochgesteckten Normen erfüllt. „Ich möchte Erfahrungen sammeln und versuchen, über 1500 Meter in den Endlauf zu kommen“, sagt Pauline Klessiek (LAV Kassel). Die 19-Jährige hat ihr Abitur geschafft und lief bei der „Langen Laufnacht“ Ende Mai in Karlsruhe in 4:24,17 Minuten bis auf zweieinhalb Sekunden an den nordhessischen Uraltrekord von Sylvia Schenk aus 1971 (4:21,6) heran.
Mit der aus Hofgeismar stammenden Siebenkämpferin Vanessa Grimm (Königsteiner LV) sowie mit der vormaligen GSV-Athletin Lilly Müller (Eintracht Frankfurt) haben zwei Athletinnen in Nordhessen das Leichtathletik-ABC gelernt und sind über 100 Meter Hürden am Start. Dabei ist für Grimm mit einer Meldezeit von 13,39 Sekunden als Elfte der Meldeliste das Erreichen des Finales nicht unmöglich. Erst zwei Tage vor Meldeschluss lief Eva Dieterich (Kassel/LAV Tübingen) in 16:10,25 Minuten die Norm über 5000 Meter.
Mit Medaillenchancen im Dreisprung ist Anna Gräfin Keyserlingk (LG Göttingen) neben Holly Okuku die aussichtsreichste Starterin der Region und hat in dieser Saison bereits 13,67 Meter stehen.
„Beide sind durch meine Hände gegangen“, sagt BSA-Trainer Thomas Weise zum Start zweier an der Werra aufgebauter Athleten. Bereits am Freitag ist Stabhochspringer Jacob Geiß (Frankenhain) bei der ausgelagerten DM im Stabhochsprung auf dem Opernplatz in Hannover dabei und versucht nach einer Steigerung auf 5,13 Meter die Bestleistung seines alten Trainers (5,20 m) zu knacken.
Nach einer Durststrecke hat Sprinter Philip Hennemuth (Dudenrode) mit einem neuen Trainingskonzept jetzt wieder 10,50 Sekunden über 100 Meter stehen und zur alten Stärke zurückgefunden. Beide Athleten werden aktuell von Manfred Hofmann ebenso in der Eintracht Frankfurt trainiert wie der deutsche Jugendmeister Jacob Thomä (Neukirchen), der erstmals bei den „Großen“ mitmischen will und Dritter der Meldeliste ist.