Pressemeldungen
Starke Mehrkämpfe und zahlreiche DM-Normen in Kassel
Im Zehnkampf der Männer entwickelte sich vom ersten Wettbewerb an ein enges Rennen um den Titel. Besonders in den Sprint- und Sprungdisziplinen wurde um jeden Punkt gekämpft, ehe im abschließenden 1.500-Meter-Lauf die endgültige Entscheidung fiel. Hessischer Meister wurde Björn Langer (LG Wettenberg) mit 6.235 Punkten und qualifizierte sich somit für die deutschen Meisterschaften im August. Silber ging an Jona Larose (ASC Darmstadt, 5.271 Punkte), Bronze an Julius Rinn (LG Wetterberg, 4.619 Punkte).
Auch die männliche Jugend überzeugte mit starken Leistungen und vielen persönlichen Bestleistungen. In der U20 setzte sich Ricardo Apostel (LAV Kassel) mit konstant guten Ergebnissen über die zwei Wettkampftage durch und sicherte sich mit 5.741 Punkten den Titel. Die Plätze zwei und drei gingen an den TV Gelnhausen: Elias Mänecke gewann mit 5.553 Punkten Silber, Moritz Kreß mit 4.354 Punkten Bronze. Im Fünfkampf ging Platz eins mit 3.271 Punkten an Dion Hähner (TSV Heiligenrode), Platz zwei mit 3.194 Punkten an Ricardo Apostel und Platz drei mit 2.905 Punkten an Moritz Kreß.
In der U18 gewann Andrej Merkel (Wiesbadener LV) mit 3.266 Punkten den Hessentitel im Fünfkampf – dicht gefolgt von Liam Keanu Ludwig (TV Echzell), dem am Ende lediglich elf Punkte zum Sieg fehlten. Platz drei belegte Bennet Maage (TV Niederscheld) mit 3.063 Punkten. Im Zehnkampf der U18 sicherten sich Andrej Merkel (6.332 Punkte) und Liam Keanu Ludwig (6.023 Punkte) ebenfalls die ersten beiden Plätze und auch die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Rang drei belegte hier mit 5.692 Punkten Tim Rückewoldt (Eintracht Frankfurt).
Auch in der M15 fielen zahlreiche persönliche Bestleistungen. Den ersten und zweiten Platz sowohl im Vierkampf als auch im Neunkampf sicherten sich Max Gerlach (GSV Eintracht Baunatal) und Fabian Stadie (SG Egelsbach). Platz drei im Vierkampf belegte Ferdinand Taschke (Eintracht Frankfurt), im Neunkampf ging Bronze an Lukas Aaron Pompetzki (LSC Bad Nauheim). Gerlach und Stadie sicherten sich mit 5.045 und 4.927 Punkten im Neunkampf auch die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in Hannover.
Die M14 präsentierte ein breites und ausgeglichenes Teilnehmerfeld. Im Vierkampf belegten Leif Büddefeld (LG Diemelsee, 1.984 Punkte), Moritz Diels (Wiesbadener LV, 1.873 Punkte) und Paul Faupel (LG Reinhardswald, 1.813 Punkte) die ersten drei Plätze. Im Neunkampf gewann Moritz Diels mit 4.080 Punkten vor Lukas Strenkert (LG Bad Soden/Neuenhain, 3.920 Punkte) und Elia David Nickel (SG DJK Hattersheim, 3.859 Punkte).
Im Siebenkampf der Frauen zeigte Hannah Bayer (SG DJK Hattersheim) einen überzeugenden Wettkampf und durfte sich am Ende mit 4.875 Punkten über Gold freuen. Besonders im Speerwurf sowie im Weitsprung sammelte sie wichtige Punkte für den Gesamtsieg und für die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften. Platz zwei ging mit 4.651 Punkten an Gina-Marie Schmidt (TSV Eintracht Stadtallendorf), Bronze sicherte sich Maira Waller (TS Ober-Roden, 3.551 Punkte).
Auch in den Nachwuchsklassen der weiblichen Jugend gab es zahlreiche starke Auftritte und neue persönliche Bestleistungen. Im Vierkampf der WU20 gewann Pauline Waskow (TV Gelnhausen) mit 2.641 Punkten vor Paula Vitze (LG Eppstein-Kelkheim) mit 2.577 Punkten und Leonie Gauglitz (TV Windecken) mit 2.399 Punkten. Mit 4.773 Punkten im Siebenkampf holte sich Anabel Gajic (SV Fun-Ball Dortelweil) den Titel, Pauline Waskow wurde mit 4.502 Punkten Zweite und Leonie Kottwitz (TSG Wehrheim) belegte mit 4.324 Punkten Rang drei. Alle drei qualifizierten sich somit für die DM.
Im Vierkampf der WU18 gingen die Plätze eins bis drei an Joy Lisa Dück (TV Wetzlar, 2.852 Punkte), Ella Schubert (TV Windecken, 2.800 Punkte) und Amelie Witzel (Hünfelder SV, 2.771 Punkte). Im Siebenkampf tauschten die Athletinnen die Reihenfolge an der Spitze: Ella Schubert gewann vor Joy Lisa Dück und Amelie Witzel. Schubert und Dück konnten mit 4.674 und 4.630 Punkten die Qualileistung erzielen.
In der W15 standen im Vierkampf Ella Becker (LAV Kassel, 2.039 Punkte), Ada Spohn (TG Sachsenhausen, 2.023 Punkte) und Johanna Höhn (LG Eppstein-Kelkheim, 2.007 Punkte) auf dem Podium. Im Siebenkampf belegten Ella Becker und Ada Spohn erneut die ersten beiden Plätze, Emma Brachmann (LG Reinhardswald) wurde Dritte. Becker konnte sich mit 3.616 Punkten auch knapp für die DM im Mehrkampf qualifizieren.
Bei der W14 gewann Lawen Maiello (TLV Eichenzell) mit 2.015 Punkten den Vierkampf und wurde im Siebenkampf Zweite. Im Vierkampf belegten Tessa Pitz (TSV Kirchhain) und Frieda Auerbach (Hünfelder SV) die weiteren Podestplätze. Den Sieg im Siebenkampf und einen Startplatz bei den deutschen Meisterschaften sicherte sich Lena Rittmeier (LG Reinhardswald) mit 3.458 Punkten, Bronze ging an Carla Brockmann (SG Enkheim).
Stimme des Ausrichters: Peter Grunwald, Vorsitzender HLV Kreis Kassel
Für den ausrichtenden Kreis Kassel waren die Hessischen Mehrkampfmeisterschaften ein ganz besonderes Highlight für die nordhessische Leichtathletikszene. An zwei Wettkampftagen maßen sich rund 150 Athletinnen und Athleten – darunter auch ein britisches Team, das sich für die Commonwealth Games qualifizieren wollte. Aus nordhessischer Sicht gab es dabei starke Leistungen und einige Siege zu feiern.
Rund 80 ehrenamtliche Kampfrichterinnen und Kampfrichter waren im Dauereinsatz – trotz teils zehnjstündiger Schichten stets besonnen und kompetent. Einsprüche blieben die Ausnahme, Jury-Entscheidungen gab es keine. Zur reibungslosen und zeitnahen Ergebnisveröffentlichung trug die flächendeckend eingerichtete elektronische Eingabemöglichkeit an jeder Wettkampfstätte bei. Nahezu alle Positionen – von der Zeitnahme bis zum Wettkampfbüro – konnten mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Kreis Kassel und den umliegenden Kreisen besetzt werden.
„Am zweiten Tag war den Organisatorinnen und Organisatoren die Anstrengung anzusehen – die Stimmung war dennoch super, und sogar das Wetter spielte mit. Athletinnen und Athleten, Trainer und Betreuer sind zufrieden und mit einem Dankeschön abgereist. Ich freue mich, dass wir die Veranstaltung für alle Beteiligten so gut ausrichten konnten, und bieten uns für das nächste Jahr gern wieder an", so Peter Grunwald.
Sein Dank gilt dem HLV für die jederzeit gute Begleitung und Unterstützung sowie der Stadt Kassel für die Bereitstellung der Anlagen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Stimme der Region Nord: Marco Berger, Sprecher Region Nord
Auch aus Sicht der Region Nord war die Veranstaltung ein gelungenes Wochenende. Marco Berger begleitete am Samstag den Pressefotografen der HNA durch das Auestadion und wies ihn an den verschiedenen Wettkampfstätten auf die Starterinnen und Starter aus der Region hin – zwei Fotos fanden ihren Weg in den Regionalsport der HNA. Melanie Berger und Christina Wanke (neue Vorsitzende des Laufteam Kassel) unterstützten an beiden Tagen bei der Startunterlagenausgabe und den Siegerehrungen.
Besonders in Erinnerung bleibt der herzliche Kontakt zum britischen Gastteam. Das Ehepaar Berger kümmerte sich an beiden Wettkampftagen persönlich um die Athletinnen und Athleten – zur großen Freude von Trainer Rafer, der die Geste sehr schätzte. Als Gastgeschenk überreichten sie zwei HLV-Mützen sowie ein Trikot des KSV Hessen Kassel; im Gegenzug gab es ein Langarm-Shirt der britischen Nationalmannschaft. Und zumindest für einen kurzen Moment durften die britischen Gäste auch wissen, wie sich hessisches Gold um den Hals anfühlt – auch wenn die Medaillen am Ende natürlich bei den hessischen Meisterinnen und Meistern blieben. (Fotos siehe Bildergalerie)
Für künftige Veranstaltungen mit internationalen Gästen wünscht sich Marco Berger eine ebenso persönliche Betreuung und empfiehlt, vorab bei der Stadt um eine offizielle Gabe anzufragen, die durch einen Stadtvertreter überreicht werden kann.
Der Hessische Leichtathletik-Verband bedankt sich beim ausrichtenden Kreis Kassel, den vielen Kampfrichterinnen und Kampfrichtern, Helferinnen und Helfern sowie allen beteiligten Vereinen für die gelungene Durchführung der Meisterschaften im traditionsreichen Auestadion. Schön, den Kreis Kassel nach längerer Pause wieder als Ausrichter dabei zu haben – die Erfahrungen aus diesen Tagen nehmen wir gerne mit, um die Meisterschaften künftig für alle noch besser zu gestalten.