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Sieben Medaillen für LGR-Athleten bei Hessischen Meisterschaften
Darmstadt Zwar ohne Titel aber mit sieben Medaillen hinterließen die Leichtathleten der LG Reinhardswald bei den Hessischen Meisterschaften der Männer und Frauen sowie der Jugend U16 in Darmstadt erneut einen hervorragenden Eindruck und untermauerten ihre Zugehörigkeit zur Landesspitze.
Siebenkampfhessenmeisterin Lena Rittmeier (SV Espenau) glänzte als zweifache Vizemeisterin. Im 300-Meter-Lauf gab sie ihr Wettkampfdebüt und holte gleich Silber. Diese Disziplin wird nur in der W15 ausgetragen, so dass die noch der W14 angehörende Rittmeier gegen überwiegend ein Jahr ältere Konkurrentinnen antreten musste. Diese hatte sie mit tollen 43,01 Sekunden bis auf Hessenmeisterin Ella Becker dennoch sicher im Griff. Schade war, dass Rittmeier und Becker in verschiedenen Zeitläufen starteten, so dass die Entscheidung nicht im direkten Vergleich fiel.
Im 80-Meter-Hürdensprint zog Rittmeier mit der drittschnellsten Zeit der Vorläufe ins A-Finale der weiblichen Jugend W14 ein. Im Endlauf war sie sogar noch etwas besser drauf und machte mit 12,68 Sekunden ihre zweite Vizemeisterschaft klar.
Mit ihrem letzten Versuch schob sich Alice Ekenberger (VfL Wolfhagen) im Kugelstoß der Frauen noch von Rang vier auf Rang zwei. Im fünften Versuch war sie von Sara Hamin mit 12,07 Metern vom bis dahin mit 11,81 Metern gehaltenen Bronzeplatz verdrängt worden. Im sechsten Durchgang konterte Ekenberger mit 12,17 Metern und rückte sogar noch auf den Silberrang vor. Im Diskuswurf bestätigte sie mit 46,63 Metern die Topweiten der letzten Wochen und wurde ebenfalls Zweite.
Wurftalent Paul Faupel (TSV Udenhausen) erkämpfte sich in der männlichen Jugend M14 zwei Podestplätze. Im Speerwurf fehlten ihm mit 37,24 Metern auf dem Bronzerang nur 37 Zentimeter zu Silber und auch im Kugelstoß gab es mit 10,42 Metern Platz drei. Der noch der M13 angehörende Tim Becker (VfL Wolfhagen) überzeugte ebenfalls gegen die ein Jahr ältere Konkurrenz. Im Hammerwurf verpasste er mit 23,70 Metern als Vierter einen Podestplatz. Im Kugelstoß errreichte er den Endkampf der besten Acht und wurde starken 9,40 Metern Siebter.
Nach knapp verpasstem Edelmetall im Vorjahr konnte Julika Wirth (TSG Hofgeismar) diesmal im 800-Meter-Lauf der weiblichen Jugend W14 über Bronze jubeln. In 2:25,62 Minuten steigerte sie ihre persönliche Bestzeit um zwei Sekunden. Interessanterweise gehörten alle drei Medaillengewinnerinnen noch der W13 an, erst auf Rang vier folgte die erste „echte“ W14-Athletin. In Topform präsentierte sich auch Klara Bönning (TSV Lippoldsberg) in 2:34,01 Minuten auf Rang acht.
In der männlichen Jugend M14 schrammte Moritz Scholz (TSG Hofgeismar) trotz neuer Bestzeit von 2:41,61 Minuten als Vierter am Siegerpodest vorbei.
Der ebenfalls viertplatzierten Emma Brachmann (SV Espenau) fehlten in einem hochspannenden Weitsprungfinale der weiblichen Jugend W15 mit 5,15 Metern auch nur drei Zentimeter zu Bronze und vier Zentimeter zu Silber.