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Masters-Weltmeisterschaften 2026
Daegu – Zum Triumph für Tatjana Schilling (TSV Korbach) gestaltete sich die zweiwöchige Masters-WM der Leichtathleten in Daegu in Südkorea. Mit drei Titeln in der W 55 zählte die waldeckische Vorzeigeathletin zu den erfolgreichsten europäischen Masters-Athletinnen. Zum Auftakt gewann die Weltrekordlerin am Ende von zwei kräftezehrenden Tagen mit 5872 Punkten souverän den Siebenkampf ihrer Altersklasse und distanzierte dabei die Ungarin Andrea Simon (4731) sowie die Argentinierin Karina Vizental (4380) jeweils um mehr als 1000 Zähler.
28,58 Sekunden über 200 Meter und 13,61 Sekunden über 80 Meter Hürden sowie die persönliche Bestleistung im Speerwerfen (500 g: 33,64 m) ragen heraus. „Dieser Sieg hat mich stolz gemacht“, sagte Tatjana Schilling. „Die Hitze sowie die hohe Luftfeuchtigkeit waren brutal. Ich weiß nicht wie viele Flaschen Wasser ich mir über den Nacken geschüttet habe“. Schilling erklärte weiter: „Bereits 2011 habe ich in Sacramento/USA den Siebenkampf der W 40 gewonnen und anschließend bei jeder Masters-WM in meiner Altersklasse wiederholt“.
Anschließend gab es für die nun 20-zigfache Senioren-Weltmeisterin weitere Siege in 63,32 Sekunden über 400 Meter vor der Japanerin Mari Tanaka (65,32 s) sowie mit 1,44 Meter im Hochsprung vor der Australierin Leonie Lambert (1,40 m). Dazu in 51,83 Sekunden hinter Australien und der USA Bronze mit der DLV-Staffel über 4 x 100 Meter der W 45.
Mit Bronze im Speerwerfen der M 55 krönte Guido Frank (LAV Kassel) seinen internationalen Auftritt in Asien. Die deutsche Jahres-Bestleistung von 47,61 Meter waren nötig um im Speerwerfen (700 g) hinter Weltrekordler Yuji Nakane (Japan/ 49,44 m) und dem Finnen Asko Murtomäki (49,43 m) als Dritter auf das Podest zu steigen. Dazu gab es einen achten Rang im Kugelstoßen mit dreimal hintereinander erzielten 12,63 Meter (6 kg) sowie mit 33,98 Meter den 13. Platz im Diskuswerfen (1,5 kg). Ehefrau Gabriele Frank (LAV/) schaffte bei ihrem ersten internationalen Start mit 8,46 Meter hinter der US-Athletin Amy Culver den 11. Rang im Kugelstoßen der W 55 (3 kg). Überhaupt war der Diplom-Ökonom aus Sandershausen des Lobes voll. „Diese Titelkämpfe waren für uns alle ein tolles Erlebnis. Korea ist ein Land mit unglaublich freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Die Wettkämpfe waren top organisiert und wurden von den Kampfrichtern und Helfern professionell durchgeführt“.
Der sechste Rang im Stabhochsprung mit überquerten 2,80 Meter ist das beste Resultat von Tim Reitz (LG Reinhardswald) in der M 40. Beim elften Rang der deutschen Staffel in 47,06 Sekunden über 4 x 100 Meter der M 40 hielt der Studienrat aus Niederzwehren den Schlussläufer aus Kenia sicher in Schach. Achillessehnenschmerzen verhinderten einen Start über 3000 Meter Hindernis. 10,08 Meter im Kugelstoßen (5 kg) sowie 10,84 Meter im Gewichtwerfen (9,08 kg) waren die besten Resultate von Ulrich Löcher (LG Eder) im Wurf-Fünfkampf der M 60.