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Lena Rittmeier mit beeindruckender Aufholjagd zum Hessentitel

  19.05.2026    Kreis Hofgeismar Presse
Paul Faupel und Emma Brachmann holen Bronze

Kassel Ein Titel und zwei dritte Plätze waren die hervorragende Ausbeute der Leichtathleten der LG Reinhardswald bei den Hessischen Mehrkampfmeisterschaften in Kassel. Lena Rittmeier (SV Espenau) holte mit einer beeindruckenden Aufholjagd den Meisterwimpel im Siebenkampf der weiblichen Jugend W14. Über Bronzemedaillen konnten Emma Brachmann (SV Espenau) im Siebenkampf der weiblichen Jugend W15 und Paul Faupel (TSV Udenhausen) im Vierkampf der männlichen Jugend M14 jubeln.

Schon am ersten Wettkampftag im Auestadion hatte Rittmeier mit einer persönlichen Bestweite von 9,83 Metern und damit Platz drei der Disziplinwertung im Kugelstoß geglänzt. Im 100-Meter-Sprint (13,58 Sekunden), Weitsprung (4,80 Meter) und Hochsprung (1,41 Meter) erzielte sie solide Leistungen im Bereich ihrer Bestmarken lag aber etwas hinter ihren Konkurrentinnen. So stand Rang vier mit 1955 Punkten im Vierkampf und ein Rückstand von 60 Punkten auf die führende Lawen Maiello in der Bilanz.

Doch schon zum Auftakt des zweiten Tages meldete Rittmeier im Speerwurf ihre Titelambitionen an. Mit neuer Bestweite von 27,73 Metern nahm sie Maiello über fünf Meter ab und rückte auf Rang zwei der Zwischenwertung vor. Dann folgte mit dem 80-Meter-Hürdensprint ihre Paradedisziplin. In 12,53 Sekunden gewann sie die das Rennen und ging auch im Siebenkampf in Führung. Und plötzlich war nicht nur der Hessentitel in Reichweite, sondern auch die Qualifikationsnorm für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften. „Lauf eine schnelle erste Runde“, gab ihr Trainer Mustafa Hallal (TSG Hofgeismar) als Marschroute für die 800 Meter mit und das setzte Rittmeier auch um. Ungeachtet einer leichten Erkältung stürmte sie in 2:38,99 Minuten auf Rang drei der Disziplinwertung und machte den Sieg mit 3458 Punkten und mehr als 100 Punkten Vorsprung auf Maiello perfekt. Als I-Tüpfelchen übertraf sie die für den DM-Start im August in Hannover geforderten 3425 Punkte.

Emma Brachmann war vom Espenauer Trainerteam mit Tim Reitz, Clemens Radke und Simon Paulus ebenfalls auf den Punkt in Topform gebracht worden. Wie Rittmeier verpasste sie als Vierte im Vierkampf der W15 noch knapp das Podest, schob sich dann aber mit Topleistungen am zweiten Tag auf den Medaillenrang im Siebenkampf. Ihr bestes Ergebnis am ersten Tag waren 1,53 Meter im Hochsprung. Den 500 Gramm schweren Speer warf sie auf starke 28,39 Meter. Im Hürdensprint blieb sie in 13,15 Sekunden etwas unter ihren Möglichkeiten, hatte aber noch alle Chancen auf eine Podiumsplatzierung. Die sicherte sie sich dann mit einer starken Vorstellung im abschließenden 800-Meter-Lauf. Persönlich beste 2:46,13 Minuten brachten im Gesamtergebnis 3418 Punkte und damit die Bronzemedaille, eine deutliche Steigerung gegenüber Rang sechs im Vorjahr.

Paul Faupel (TSV Udenhausen) konnte sich im Vierkampf der männlichen Jugend M14 auf seine Stärken verlassen. Der Hessische Hallenmeister im Kugelstoß dominierte diese Disziplin mit 9,83 Metern und verschaffte sich ein gutes Punktepolster. Auch im 100-Meter-Sprint mit persönlich besten 13,28 Sekunden und 4,64 Metern im Weitsprung behauptete er sich jeweils auf Disziplinrang vier. Hochsprung zählt nicht zu seinen Lieblingsdisziplinen, aber auch hier überzeugte Faupel mit 1,39 Metern und sicherte die Bronzemedaille mit 1813 Punkten ab.

Alexander Humme

HLV-Partner