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Hessischer Nachwuchs peilt DM-Medaillen und WM-Tickets in Bochum-Wattenscheid an
U20: Zwischen Meistertiteln und WM-Tickets
Im Diskuswurf der weiblichen U20 zählt Nadjela Wepiwe (Frankfurt Athletics) zu den größten hessischen Medaillenhoffnungen. Mit 55,25 Metern liegt sie auf Rang zwei der Meldeliste, deutlich über der WM-Norm von 51,00 Metern, und darf sich berechtigte Chancen auf Edelmetall und die Fahrt in die USA ausrechnen.
Eine weitere Athletin aus Hessen ist der U20 WM Norm hauchdünn auf den Fersen: Pauline Kleesiek (LAV Kassel) hat über 1.500 Meter mit 4:24,17 Minuten die WM-Norm (4:24,00) bereits um nur 0,17 Sekunden verpasst. Bei passendem Rennverlauf und guter Tagesform ist ihr ein Sprung über die Normhürde in Wattenscheid durchaus zuzutrauen – dabei geht sie am kommenden Wochenende zusätzlich über 3.000 Meter (9:36,19 Minuten) an den Start mit guten Medaillenchancen.
Über 800 Meter zeigt Amelie Tortell (TSV 1885 Friedberg-Fauerbach) mit 2:08,05 Minuten eine ebenfalls vielversprechende Zeit, die nur 0,55 Sekunden über der Norm von 2:07,50 liegt – auch hier ist ein Sprung über die Normhürde am Wochenende denkbar.
Kaum jemand geht mit größerem Vorsprung in seine Disziplin als Matti Hummel (Eintracht Frankfurt) im Hammerwurf. Mit 73,24 Metern führt der Frankfurter die Bestenliste um mehr als drei Meter vor seinem Verfolger an und zählt damit nicht nur zu den Top-Favoriten auf den deutschen Meistertitel, sondern hat mit seiner Weite auch die WM-Norm von 69,00 Metern längst hinter sich gelassen. Dicht dahinter lauert mit Max Baier (TV Fränkisch-Crumbach) ein weiterer Hesse: Mit 70,20 Metern liegt er auf Platz zwei der Meldeliste und peilt gemeinsam mit Hummel ein hessisches Duo an der Spitze an – und damit potenziell gleich zwei Tickets nach Eugene.
Ähnlich klar sind die Verhältnisse im Hochsprung. Jacob Thomä (Eintracht Frankfurt) führt die Konkurrenz mit 2,20 Metern um satte acht Zentimeter an und gilt als der große Favorit auf Gold. Die WM-Norm von 2,12 Metern hat er bereits sicher im Gepäck. Selbstvertrauen dürfte dem Frankfurter dabei nicht fehlen: Erst am vergangenen Wochenende sicherte er sich bei der DM U23 in derselben Disziplin den Titel.
Über die Mittelstrecke ist Piet Hoyer (Königsteiner LV) das Maß der Dinge. Mit 3:42,23 Minuten führt er die 1.500-Meter-Bestenliste an und hat mit dieser Zeit die WM-Norm (3:47,50 Minuten) deutlich unterboten. Zusätzlich plant der Hesse einen Doppelstart über 800 Meter, wo er ebenfalls die Norm (1:50,00 Minuten) bereits erfüllt hat – zwei Chancen also auf ein WM-Ticket.
Beste Aussichten auf ein WM-Ticket hat auch Alexander Adler (ASC Darmstadt): Beim verpflichtenden Mehrkampfmeeting in Filderstadt (Bernhausen) belegte der Zehnkämpfer mit seiner Saisonbestleistung von 7.425 Punkten Rang zwei und hat damit die WM-Norm (7.200 Punkte) klar übertroffen. Da Platz eins und zwei von Filderstadt bei erfüllter Norm vorrangig nominiert werden, sofern sie zusätzlich bei der DM in ausgewählten Einzeldisziplinen an den Start gehen, ist Adlers Ticket nach Eugene bereits zum Greifen nah. In Bochum-Wattenscheid tritt er dafür im Weitsprung (7,10 m) und im Speerwurf (62,84 m) an, wo er sich zugleich Chancen auf gute Platzierungen ausrechnen darf.
Über 400 Meter liegt Milan Stadler (Königsteiner LV) mit 47,76 Sekunden auf Rang zwei der Meldeliste und gehört damit ebenfalls zu den aussichtsreichsten Titelanwärtern. Auch die WM-Norm (47,40 Sekunden) ist in greifbarer Nähe.
Über die längere Ausdauerstrecke darf sich zudem David Bohr (SG Egelsbach 1874 e.V.) Hoffnungen auf eine DM-Medaille machen: Über 3.000 Meter liegt er mit 8:29,17 Minuten auf Rang drei der Meldeliste.
Über die kurzen Sprintstrecken hat Hessen ebenfalls einiges zu bieten. Tyrese Stewart (TSV Amicitia Viernheim) hat mit 10,50 Sekunden die drittschnellste Meldung über 100 Meter und zählt zum erweiterten Favoritenkreis.
U16: Junge Talente wollen auf sich aufmerksam machen
Auch im Nachwuchsbereich U16 reisen mehrere hessische Athletinnen und Athleten mit guten Aussichten nach Wattenscheid.
In der weiblichen U16 sorgt Ella Becker (LAV Kassel) gleich in zwei Disziplinen für hessische Vorfreude. Über 800 Meter liegt sie mit 2:16,99 Minuten auf Platz drei der Meldeliste, über die 300 Meter Hürden reiht sie sich mit 45,85 Sekunden auf Rang sechs in ein eng gestaffeltes Feld ein – in beiden Rennen ist eine Podestplatzierung durchaus im Bereich des Möglichen.
Über die 80 Meter Hürden führt Fabian Stadie (SG Egelsbach 1874) mit 10,48 Sekunden die gesamte Meldeliste an und zählt damit zum klaren Favoritenkreis auf den Titel.
Über 300 Meter zählt zudem Marvin Hartwig (TSV 1850/09 Korbach) mit 36,81 Sekunden zu den aussichtsreichen hessischen Startern und darf sich Chancen auf eine gute Platzierung ausrechnen.
Über 3.000 Meter zeigt Felix Veith (Hünfelder SV) starke Form: Mit 9:16,39 Minuten darf er sich berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen.
Im Hochsprung zählt zudem Linus Försch (TG Sachsenhausen) mit seiner Bestleistung von 1,83 Metern zur Spitzengruppe einer eng beieinanderliegenden Konkurrenz und geht mit Medaillenambitionen ins Wettkampfwochenende.
Wir drücken allen hessischen Athletinnen und Athleten sowie ihren Trainerinnen und Trainern die Daumen für ein erfolgreiches Wochenende in Bochum-Wattenscheid!
Hier geht es zum Zeitplan und den Ergebnissen.