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Hessische Spuren bei der Hallen-WM in Toruń
Weßel zeigte im 1.500-Meter-Halbfinale eine engagierte Vorstellung Das Rennen entwickelte sich zum reinen Taktikpoker: Bei einem Zwischenstand von 3:02 Minuten nach 1.000 Metern wartete das gesamte Feld auf den entscheidenden Moment. Als der lange Endspurt einsetzte, verlor die Deutsche Hallenmeisterin über 3.000 Meter den Anschluss ans führende Quintett, knapp, aber nicht mehr aufzuholen. Mit 4:19,92 Minuten belegte sie Rang sechs. Da ausschließlich die ersten Drei jedes Halbfinals ins Finale einzogen, war das WM-Abenteuer damit beendet. Ein hartes Los nach einer kämpferischen Leistung.
Noch bitterer verlief das Turnier für Malik Skupin-Alfa (LG Offenburg). Der 21-Jährige feierte in Toruń seine Premiere in der A-Nationalmannschaft und lieferte im dritten 800-Meter-Vorlauf eine reife Vorstellung: taktisch klug, lange auf den entscheidenden Positionen laufend. Seine Zeit von 1:46,60 Minuten hätte als Zeitschnellster gereicht, wäre da nicht im allerletzten Vorlauf noch ein Konkurrent schneller gewesen. Zwei Hundertstel fehlten dem Frankfurter Wahlhessen zum Halbfinale. Ein bitterer Einstand auf der großen Bühne und gleichzeitig ein vielversprechender erster Schritt.
Alle Fotos © Jens Priedemuth