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Hallenwettkämpfe USA
Vivian Groppe glänzte beim Einstand in die USA-Hallensaison
Mit einem Paukenschlag eröffnete Vivian Groppe (MT Melsungen) den Hallenauftakt in Reno (Nevada) und überzeugte dabei mit glänzenden Sprintzeiten. Die 21-Jährige aus Beiseförth, die an der University of Nevada im dritten Semester „International Business“ und „Sportmanagement“ studiert und für ihre starken akademischen Leistungen in die Dean’s List aufgenommen wurde, präsentierte sich über 200 Meter bereits in bestechender Frühform und setzte gleich zum Saisonbeginn ein deutliches Ausrufezeichen.
Die frühere deutsche U18-Meisterin kam nach einem explosiven Start hervorragend in die Beschleunigungsphase, hielt ihr hohes Tempo bis zum Ausgang der letzten Kurve und sah lange wie die sichere Siegerin aus. Doch dann ging ihr die Lockerheit verloren und sie geriet in Vorlage. Dadurch konnte sie ihre Beinkraft nicht mehr optimal auf die Bahn übertragen und wurde deshalb noch auf den letzten Metern von ihrer Trainingspartnerin Nayla Piper (24,79 sec.) und Jayla Cigar-Dingle (Sacramento, 24,86 sec.) abgefangen.
Dennoch durfte Vivian Groppe jubeln: Mit 24,90 Sekunden blieb sie erstmals in ihrer siebenjährigen Sprintkarriere unter der 25-Sekunden-Marke in der Halle und verbesserte ihre persönliche Bestzeit vom 18. Dezember 2021 in Dortmund um 14 Hundertstel. Ein Einstand mit Signalwirkung.
„Ich bin so überwältigt und froh, einfach nur glücklich“, sagte sie unmittelbar nach dem Rennen ihrem Heimtrainer Alwin Wagner am Telefon, der ihren Lauf im Livestream verfolgt hatte. Wagner ordnete ihre Vorstellung vielversprechend ein: „Vivian fehlt noch die Sprintausdauer, die sie früher immer ausgezeichnet hat. Aber die Saison hat erst begonnen, und diese starke Zeit macht Hoffnung auf die kommenden Wettkämpfe.“
Auch über 60 Meter und in der 4x400-m-Staffel zeigte die Nordhessin, dass sie im US-College-System angekommen ist und bereit für höhere Aufgaben scheint. Mit 7,81 Sekunden verpasste sie ihre Vorjahresbestzeit nur um fünf Hundertstel und als Schlussläuferin der zweiten Nevada-Staffel (3:53,94 min) überzeugte sie mit starken 58,36 Sekunden.