Pressemeldungen
Deutsche Meisterschaften 2026
Wattenscheid – Einen schweren Stand hatten die aus Nordhessen und Südniedersachsen qualifizierten Athleten bei der zweitägigen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft der Männer und Frauen im Lohrheide-Stadion in Wattenscheid. Rund 1400 Athleten gaben sich im Ruhrgebiet ein Stelldichein. Ohne Edelmetall gab es fünf Endkampf-Platzierungen.
In 23,58 Sekunden im Vorlauf stürmte Holly Okuku (GSV Eintracht Baunatal) in das Finale über 200 Meter der Frauen und lief hier in 23,27 auf den fünften Rang. „Eigentlich hatten wir uns etwas mehr erhofft“, sagte Trainer Holger. „Aber solche Tage gehören dazu. Entscheidend ist, was man daraus lernt“. Tags zuvor lief die in Texas/USA studierende Athletin in 11,50 über 100 Meter bis auf eine Hundertstelsekunde an ihre Saison--Bestzeit heran und verzichtete auf das Halbfinale.
Mit 13,37 Meter im Dreisprung der Frauen erkämpfte Anna Gräfin Keyserlingk (LG Göttingen) den vierten Platz. Beim Sieg ihrer vormaligen Klubkameradin Kira Wittmann (Hannover 96) fehlten der 23-Jährigen trotz 1,7 m/s Rückenwind 30 Zentimeter an ihrer Bestleistung.
Nicht ihr Leistungsniveau erreichte Eva Dieterich (Kassel/LAV Tübingen) in 15:55,84 Minuten als Sechste über 5000 Meter. „Selbst auf der doppelten Distanz kann sie schnellere Durchgangszeiten bei Streckenhälfte erzielen“, bilanzierte Bruder Hannes Dieterich das Abschneiden seiner Schwester. „Nach zwei starken Rennen im Frühjahr mit dem Sieg in 31:54 Minuten bei der Deutschen Straßenlauf-Meisterschaft in Uelzen sowie den 1:07:56 Stunden beim Halbmarathon in Berlin steckt Eva in einem Tief, für welches sie selbst keine richtige Erklärung hat“.
Als Fünfter mit 57,28 Meter im Diskuswerfen (2 kg) konnte Marius Karges (Bad Wildungen/Eintracht Frankfurt) ebenfalls nicht zufrieden sein. Noch Mitte April warf der U 20-Weltmeister von Cali/Kolumbien 2022 in Ramona OK (USA) die Zwei-Kilogramm-Scheibe 69,47 Meter weit.
27 Hundertstelsekunden fehlten Lilly Müller (Kaufungen/EF) am Finale über 100 Meter Hürden. In 13,62 Sekunden gewann die vormalige GSV-Athletin den direkten Vergleich mit Siebenkampf-Olympia-Starterin Vanessa Grimm (Hofgeismar/Königsteiner LV/ 13,89 s). Mit 19 Jahren hatte sich Pauline Kleesiek (LAV Kassel) bereits für die 1500 Meter der Frauen qualifiziert. Doch als im Vorlauf nach zwei verbummelten Runden die Post abging war in 4:32,12 Minuten gegen die routinierten Läuferinnen kein Kraut gewachsen. Was blieb war die Rubrik „Erfahrungen sammeln“.
Zwei von Trainer Thomas Weise im SSC Bad Sooden-Allendorf aufgebaute und jetzt im Trikot der Eintracht Frankfurt startende Athleten hatten sich für diese Titelkämpfe qualifiziert. Von ihnen war Stabhochspringer Jacob Geiß (Frankenhain) bei den auf den Opernplatz in Hannover ausgelagerten Wettkämpfen am Start. „Bei schweren Windbedingungen die Anfangshöhe von 5,00 Meter zu meistern war eine tolle Leistung und der siebte Platz ein echtes Highlight in seiner bisherigen Karriere“, war Weise voll des Lobes über seinen ehemaligen Schützling. Trotz 10,57 Sekunden war für Sprinter Philip Hennemuth (Dudenrode) im Vorlauf über 100 Meter bereits Endstation.
Trotz einer Meldung trat Hochspringer Jacob Thomä (Neukirchen/ Eintracht Frankfurt) nicht an. „Jacob wurde im Standardverfahren von der Eintracht mit gemeldet“, sagt Mutter Kathrin Thomä. „Nach der DLV-Nominierung für die U 20-WM in Eugene/Oregon/ USA (5. bis 9. August) war jedoch ein Start nicht mehr geplant“.